Frances van Boeckel

Formsprache

Frances macht gerne Theater für junges Publikum. Ihre Inszenierungen sind geprägt von Liebe zum Detail, einer sicheren Personenführung, originellen Ideen und choreografischem Blick. Sie sind zeitgemäß, manchmal wild, und nie langweilig.

Das Ziel ist es, durch Humor, Klugheit und Emotionalität ein ebenso unterhaltsames wie relevantes Theatererlebnis zu schaffen, das junge Menschen auf Augenhöhe anspricht.

Sie erzählt gerne, aber nicht nur über unbequeme Themen, und interessiert sich besonders für Selbstbestimmung, (soziale) Partizipation, und Aufklärung.

Werdegang

Frances van Boeckel ist eine Theaterregisseurin mit niederländisch-indonesischen Wurzeln. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Deutschland.

Mit 16 Jahren wurde sie als Schauspielerin und Tänzerin Teil einer Jugendtheatergruppe. Mit diesem Ensemble reiste sie zu zahlreichen Theatern in den Niederlanden und Belgien. Danach zog sie weiter nach Amsterdam, wo sie ihr Abitur nachholte. Sie erhielt ihre Ausbildung zur Regisseurin an der Hochschule der Künste in Amsterdam. Ihre Abschlussproduktion SALOME! wurde für den renommierten niederländischen Studentenpreis Top Naeff nominiert und zum International Theatre School Festival Amsterdam eingeladen. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre als Regieassistentin und freiberufliche Regisseurin.

Die Liebe brachte sie unversehens von Amsterdam über Griechenland und Amerika nach Österreich, wo sie einige Semester Philosophie und Theaterwissenschaften an der Universität Wien studierte. Von da aus ging es nach Deutschland, wo sie ein Studium Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste in Maastricht absolvierte. Kurz darauf wurde sie Mutter und nach einer Kinderpause wurde sie in der Spielzeit 2014/2015 am Rheinischen Landestheater in Neuss engagiert, zunächst als Regieassistentin, später als Regisseurin und Leiterin des Kindertheaters.

Beim Internationalen Shakespeare Festival in Neuss hat sie über mehrere Jahre Shakespeares Werkstätten und die Junge Shakespeare Truppe konzipiert und geleitet.

Im Jahr 2021 wurde sie mit DAS GESETZ DER SCHWERKRAFT von Olivier Sylvestre zum WESTWIND-Festival eingeladen.

Seit einigen Jahren ist Frances in Deutschland als freiberufliche Regisseurin aktiv. Sie inszenierte unter anderem am Rheinischen Landestheater Neuss, Staatstheater Wiesbaden, Landestheater Burghofbühne Dinslaken, Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, Theater Baden-Alsace, Theater Paderborn, Theater Hagen, Landesbühne Niedersachsen Nord, Theater für Niedersachsen Hildesheim und an der Württembergischen Landesbühne Esslingen.

https://www.francesvanboeckel.de

Auszeichnungen

2021

  • Einladung WESTWIND-Festival mit DAS GESETZ DER SCHWERKRAFT

Regiearbeiten / Theater (Auswahl)

2026

wolkenrotz
Vera Schindler
Landesbühne Niedersachsen Nord
GINPUIN - AUF DER SUCHE NACH DEM GROSSEN GLÜCK
Barbara von den Speulhof
Rheinisches Landestheater Neuss

2025

Himmelwärts
Karen Köhler
Rheinisches Landestheater Neuss
Das schrillste Blau
Sergej Gössner
Württembergische Landesbühne Esslingen

2024

Shut up
Jan Sobrie und Raven Ruell
Landesbühne Niedersachsen Nord
Unendliche Sterne
Linda Riebau / Frances van Boeckel
Theater für Niedersachsen Hildesheim

2023

Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück
Barbara von den Speulhof
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Der Entstörer
Ursula Kohlert
Rheinisches Landestheater Neuss
Gut gebrüllt, Löwe – der Traum vom Fliegen
nach Max Kruse
Theater Hagen

2022

MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER
Sybille Berg
Theater Paderborn
SCHAUEN WAS PASSIERT (Stückentwicklung)
Frances van Boeckel
Westfälisches Landestheater

2021

ASCHEWOLKEN
Lisa Wentz
Burghofbühne Dinslaken
Elisa und die Schwäne
Catharina Fillers
Theater Baden Alsace
Wutschweiger
Jan Sobrie und Raven Ruëll
Theater Paderborn

2020

Das Gesetz der Schwerkraft
Olivier Sylvestre
Burghofbühne Dinslaken
Die Konferenz der Tiere
nach Erich Kästner
Westfälisches Landestheater
Unzensiert: Menstruation
Frances van Boeckel
Rheinisches Landestheater Neuss

2019

Löwenzahn und Seidenpfote
nach Janosch
Westfälisches Landestheater

2018

Oh, wie schön ist Panama
nach Janosch
Rheinisches Landestheater Neuss
Alleine auf der Welt
nach Hector Malot
Rheinisches Landestheater Neuss
Rheinisches Landestheater Neuss © Christine Tritschler