Jan Steinbach
Formsprache
Jans Inszenierungen sind von Leichtigkeit geprägt. Es ist ihm wichtig, immer ein Augenzwinkern spürbar zu machen und sich der Theatersituation bewusst zu sein, anstatt sie zu verschleiern. Er konzentriert sich in seiner Arbeit auf das pure Spiel und die Spannung zwischen Menschen und zwischen Figuren.
Thematisch interessiert sich Jan besonders für die Absurdität von Sprache, jene alltäglich entstehenden Missverständnisse, die urkomisch sein und gleichzeitig schwerwiegende Folgen haben können. Außerdem reizt ihn die menschliche Verlorenheit in der Weite des Lebens, das In-die-Welt-geworfen-Sein. Er ist aber auch vielen anderen (gesellschaftlichen) Themen sowie verschiedensten Stückarten und Theaterformen gegenüber aufgeschlossen, da Theaterarbeit für ihn in jeglicher Hinsicht Vielfalt bedeutet.
Werdegang
Jan Steinbach, Jahrgang 1976, absolvierte zunächst ein Magisterstudium der Germanistik, Anglistik und Philosophie in Kassel. Bereits während des Studiums inszenierte er in der freien Szene, arbeitete als Regieassistent am Jungen Theater Göttingen und als Produktionsassistent am 7Stages Theatre in Atlanta, USA. Von 2003 bis 2007 studierte er an der HfMDK Frankfurt am Main bei Hans Hollmann und Christof Loy Theaterregie, hospitierte bei Andreas Kriegenburg und legte erste Regiearbeiten am Staatstheater Wiesbaden vor. 2009 nahm er am Lincoln Center Theater Directors Lab teil, einer internationalen Regie-Plattform in New York.
Jan kann auf mittlerweile über 50 Inszenierungen zurückblicken: Ab 2007 arbeitete er als freiberuflicher Regisseur an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, unter anderem in Bonn, Meiningen, Kaiserslautern, Wiesbaden, Bregenz, Bremerhaven und Kiel sowie Wilhelmshaven. Von 2017/18 bis Ende der Spielzeit 2024/25 war Jan Schauspieldirektor am Landestheater Detmold.
Auszeichnungen
2010
- Nominierung von STELLA (Wilhelmshaven) für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST