Armin Petras
Formsprache
Armins Inszenierungsstil ist geprägt von einer starken Bildgestaltung und sensibler Figurenführung. In vielen seiner Inszenierungen hat Musik eine zentrale Funktion. Bei aller Schwere vieler Themen, die Armin in seinen Arbeiten behandelt, lässt er in der Beschreibung des Unglücks der Figuren bzw. derer unglücklicher Umstände, seinen menschenfreundlichen Humor aufflackern.
Armins Arbeiten sind obendrein geprägt von genauen gesellschaftspolitischen Analysen. Aus seinen persönlichen Überzeugungen macht er weder noch in seinen Regiearbeiten seinen Texten einen Hehl.
Werdegang
Geboren 1964 in Meschede, 1969 übersiedelte er mit seinen Eltern in die DDR. Von 1985-1987 absolvierte er ein Regie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. 1988 reiste Petras in die BRD aus.
Er inszenierte an vielen deutschen und europäischen Theatern. Darüber hinaus begab er sich schon früh in Leitungspositionen. Er war Hausregisseur in Frankfurt/Oder und Chemnitz (wo er u.a. mit Rio Reiser arbeitete), Oberspielleiter in Nordhausen, Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, fester Regisseur am Frankfurter Schauspielhaus. Von 2006 - 2013 war er Intendant am Maxim-Gorki-Theater Berlin und von 2013 - 2018 Schauspielintendant am Staatsschauspiel Stuttgart. Seit 2013 ist Armin Petras Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.
Die frühen Theaterstücke (1995-2002) von Fritz Kater und sämtliche Theaterstücke und Bearbeitungen des Autors Armin Petras werden im DREI MASKEN VERLAG verlegt.
Auszeichnungen
2019
- Ludwig-Mülheims-Preis
2008
- Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis
2007
- Friedrich-Luft-Preis
2005
- Lessing-Preis des Freistaats Sachsen
- Leipziger Theaterpreis
2004
- Mülheimer Dramatikerpreis