Christiane Mudra
Formsprache
Christiane versteht Theater als Versuchsanordnung, die unbekannte Realitäten sinnlich erfahrbar machen und Empathie fördern kann.
Ihre Inszenierungen haben immer einen aktuellen politischen Bezug und behandeln gesellschaftliche Missstände. Den Arbeiten liegen jeweils gründliche journalistische Recherchen zugrunde, Christiana taucht gerne tief in ein Thema ein. Musiktheater interessiert sie seit ihrer ersten Produktion aus diesem Bereich sehr: 2024 wurde BETA (über die demokratiegefährdende Macht von Big Tech) in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt.
Christianes Inszenierungen bespielen häufig Orte außerhalb klassischer Bühnenräume. Sie arbeitet gerne spartenübergreifend und probiert neue Formate aus. Interaktive Elemente sollen einen Perspektivwechsel ermöglichen und das Publikum so bestenfalls in das Thema hineinziehen. Die Arbeit mit einem diversen Ensemble ist ihr wichtig.
Viele ihrer bisherigen Arbeiten sind Projekte mit eigenen Texten. Zugleich hat Christiane auch Freude daran, Texte anderer Autor*innen zu inszenieren.
Werdegang
Christiane Mudra ist Autorin, Regisseurin, Schauspielerin und Gründerin von investigative theater.
Kern ihrer Theaterproduktionen ist die journalistische Langzeitrecherche zu politischen Inhalten. Schwerpunktthemen sind u.a. Rechtsextremismus, Antisemitismus, Misogynie und Netzpolitik. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit digitalen Mitteln und interaktiven Formaten. Christiane war langjährige Beobachterin des NSU-Prozesses. Ihre Recherchen im Themenfeld Rechts-
extremismus wurden auch in Sachbüchern und Podcasts, z.B. in der Reihe „Terrorismus – Strategie des Schreckens“ der Bundeszentrale für Politische Bildung publiziert.
Christiane lebt in Berlin und München.
Auszeichnungen
2023
- Einladung zum NYC Independent Film Festival mit THE HOLY BITCH PROJECT (Verfilmung der eigenen Produktion)
2012
- Artist in Residence bei der Biennale di Venezia